Anwendung

Einsatzgebiet

Die Sicherheitszuhaltungen stellen sicher, dass seitlich verschiebbare, drehbare und abnehmbare Schutzeinrichtungen, wie Gitter, Hauben oder Türen, so lange nicht geöffnet werden können, bis gefahrbringende Zustände (z. B. Nachlaufbewegungen) beendet sind. Dies geschieht im Zusammenwirken mit dem steuerungstechnischen Teil einer Maschine. Sichere Stillstandswächter oder Zeitrelais überwachen Nachlaufbewegungen bzw. Zeitabläufe. Ebenfalls werden diese Sicherheitszuhaltungen dort eingesetzt, wo das Öffnen einer Schutzeinrichtung einen unzulässigen Eingriff in Produktionsprozesse darstellt.

Die Sicherheitszuhaltungen erreichen in Verbindung mit den Schutztürwächtern der Reihe SRM bei entsprechender Beschaltung SIL 3 nach EN 62061 bzw. PL e nach EN ISO 13849-1.

Aufbau und Wirkungsweise

Bei den Sicherheitszuhaltungen sind Schaltglied mit Zuhalteeinrichtung und der Betätiger nicht konstruktiv miteinander verbunden, werden jedoch beim Schalten funktionell zusammengeführt oder getrennt. Beim Öffnen der Schutzeinrichtung wird im entriegelten Zustand der Betätiger vom Grundgerät getrennt. Dabei werden Öffnerkontakte zwangläufig geöffnet und Schließerkontakte geschlossen. Die Freigabe an die Maschinensteuerung erfolgt erst, wenn der Betätiger in die Sicherheitszuhaltung eingeführt und verriegelt ist. Die Sicherheitszuhaltungen arbeiten nach dem Ruhestrom- oder Arbeitsstromprinzip. Beim Ruhestromprinzip wird der Betätiger durch Federkraft in der Sicherheitszuhaltung gehalten. Durch Bestromung der Spule wird die Sicherheitszuhaltung entriegelt. Die Schutzeinrichtung kann geöffnet werden. Beim Arbeitsstromprinzip wird der Betätiger durch Federkraft entriegelt.

Die in diesem Kapitel aufgeführten Sicherheitszuhaltungen tragen das CE-Zeichen nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.

Produkte »

An seitlich verschiebbaren Türen

An drehbaren Türen

An abnehmbaren Türen