In der Medizintechnik gibt es besonders gute Gründe für den Einsatz von kabellosen Bediengeräten wie z. B. Fußschaltern. Denn bei sehr hohen Hygieneanforderungen sind Kabel und Kabelanschlüsse schwer zu reinigen, und angesichts der immer größeren Anzahl von Diagnose-, Behandlungs- und Operationsgeräten in Arztpraxen und im OP beeinträchtigt der »Kabelsalat« die Ergonomie. Zudem können die Kabel als Stolperfalle wirken. Andererseits ist der Einsatz kabelloser Technologien gerade im Krankenhaus eine Herausforderung, denn es gilt sicherzustellen, dass die Bediengeräte auch bei Störeinflüssen z. B. durch drahtlose Netzwerke mit höchster Zuverlässigkeit und ohne Fehlbetätigung arbeiten.
steute Medizintechnik hat sich dieser Herausforderung gestellt und ein Datenprotokoll entwickelt, das diesen hohen Anforderungen gerecht wird. Das steute Wireless-Modul arbeitet im weltweit verfügbaren 2,4 GHz Band und erlaubt eine individuelle Konfiguration. Sender und Empfänger prüfen schon während des Verbindungsaufbaus, ob sie kompatibel sind, dadurch werden gegenseitige Beeinflussungen mehrerer Wireless-Schalter vermieden. Zusätzliche Sicherheitsmerkmale wie z. B. bidirektionale Kommunikation und Frequenz-Hopping gewährleisten eine zuverlässige Übertragung der Funk-Befehle zwischen Stelleinrichtung und Medizingerät.
steute hat bereits Wireless-Fußbedienpulte für verschiedenste Einsatzfelder der Medizintechnik entwickelt. Darunter sind relativ einfache ein- und zweipedalige Fußschalter ebenso wie komplexe, multifunktionale Bediensysteme. Das flexible steute Funkmodul erlaubt dem Gerätehersteller die freie Auswahl: Er kann ein und dieselbe Bauform der Stelleinrichtung mit konventionellem Kabelanschluss und mit innovativer Funk-Technologie ordern.
Auf der Hannover Messe zeigt steute kabellose Stelleinrichtungen für verschiedene Einsatzfelder der Medizintechnik, z. B. für Ophthalmologie, Diagnostik und für Zahnarztpraxen. Auch die anderen beiden steute Geschäftsbereiche – Steuerungstechnik und Explosionsschutz – stellen innovative kabellose Schaltgeräte vor, die sogar in der Lage sind, die für das Senden der Funksignale nötige Energie nach dem Prinzip des »Energy Harvesting« aus der Umgebung zu erzeugen.