Interview mit Dirgis-Janine Wilking

Software Engineer - Integration Testing

Du bist Software Testerin, ein Beruf, in dem immer noch wenige Frauen arbeiten. Wie bist Du auf diesen Beruf aufmerksam geworden und was fasziniert Dich daran?

Auf diesen Beruf bin ich eigentlich erst durch meine Diplomarbeit bei steute gekommen. Begonnen habe ich nach der Realschule mit der Ausbildung zur Prozessleitelektronikerin. Naturwissenschaften und Technik fand ich schon immer spannend, weshalb ich mich trotz eher durchschnittlicher Mathefähigkeiten in diesem Berufsfeld beworben habe.

Nach der Ausbildung wurde ich übernommen und holte berufsbegleitend über eine Abendschule mein Fachabitur Elektrotechnik nach. Bereits zum Ende der Ausbildung war mir klar, dass es noch viel Spannendes in diesem Bereich zu entdecken gibt. Nach Abschluss der Abendschule ging es weiter mit dem Studium Elektrotechnik - Vertiefung Kommunikationstechnik an der Universität Siegen. Während des Studiums wuchs mein Interesse an der Medizintechnik.

Um den technischen Aspekt mit der Medizin zu verknüpfen besuchte ich ein paar Vorlesungen aus dem Bereich der medizinischen Informatik und absolvierte Praktika in ortsansässigen Kliniken. Der Wunsch in diesem Technologiebereich zu arbeiten entstand. Aus diesem Grund sollte es bei meiner Diplomarbeit um ein sowohl medizin- als auch nachrichtentechnisches Thema gehen. Auf der Suche nach einem Unternehmen, empfahl mir der Professor für medizinische Informatik steute. Nach der Bewerbung folgte ein angenehmes Vorstellungsgespräch und schnell war ein passendes Thema gefunden.

Im medizinischen Umfeld fasziniert mich insbesondere, wie mit Technologie der Alltag der Patienten und des medizinischen Personal verbessert werden kann - dass es also möglich ist, mit technischen Mitteln Menschen zu helfen und ihre Lebensqualität zu erhöhen.


Das viel umworbene Wort "Familienunternehmen" trifft eindeutig zu, denn auch innerhalb einer Familie läuft nicht immer alles perfekt, aber man geht die Dinge gemeinsam an - so auch bei steute.

Du hast deine Diplomarbeit bei steute geschrieben. Worum ging es in Deiner Arbeit und wie hat steute Dich hierbei unterstützt?

Das Thema heißt "Koexistenz von Funksystemen in der Medizintechnik". Es geht dabei um die Entwicklung einer Testreihe zur Ermittlung der Koexistenz-Eigenschaften zweier von steute eingesetzten Funkmodule mit anderen Funksystemen, die im medizinischen Umfeld zum Einsatz kommen können. Dazu gehören ebenfalls die Entwicklung von geeigneten Prüfaufbauten und Auswertemethoden sowie eine Recherche zur Fragestellung, warum Funkschalter in der Medizintechnik überhaupt sinnvoll sind.

steute war während der Bewerbungsphase das einzige Unternehmen, das mir ein anspruchsvolles, fächerübergreifendes Thema angeboten hat. Während der Durchführung konnte ich auf das hervorragende Know-how der Kollegen aus der Entwicklungsabteilung zurückgreifen, wenn ich mal nicht weiterkam. Nach kurzer Eingewöhnungsphase wurde ich als Teil des Teams und nicht mehr als Studentin wahrgenommen.

Nach dem Abschluss war es schön zu wissen, dass die Diplomarbeit nicht in irgendeiner Schublade verschwand, sondern als Machbarkeitsstudie dazu beigetragen hat, unser aktuell eingesetztes Funksystem überhaupt erst zu etablieren. Bereits vor dem Studienabschluss kam das Angebot zur Übernahme und hier bin ich nun.

Seit Januar 2019 hast Du in der Entwicklungsabteilung die Gruppenleitung für den Bereich Support/Approval übernommen. Welche Tätigkeiten übst Du als Gruppenleiterin aus?

Unsere Abteilung Elektronik- & Software- Entwicklung wurde im Januar 2019 neu organisiert. Die neue Struktur ermöglicht eine Fokussierung auf die Kernthemen Meditech und sWave, unterstützt durch die Gruppe Support/Approval.

In meiner Gruppe Support/Approval mit sieben Kollegen sind einige wichtige Schlüsselkompetenzen vereint, die von den anderen beiden Gruppen der Entwicklungsabteilung je nach Projektphase benötigt werden. So gibt es in meiner Gruppe z. B. Softwaretester, Leiterplattendesigner und EMV-Ingenieure.

Meine Aufgabe besteht darin, sowohl für die Kollegen meiner Gruppe, als auch für die der anderen Gruppen Ansprechpartnerin zu sein, um je nach Projekt die anstehenden Aufgaben zu koordinieren, Termine zu planen und zwischen den Gruppen zu vermitteln.

Wie würdest Du die Arbeitsatmosphäre in Deinem Team und bei steute beschreiben?

Die Atmosphäre innerhalb des Teams ist freundschaftlich und es gibt immer interessante Themen zu diskutieren. Wenn es z. B. aufgrund von Projektabgaben auch stressig zugehen kann, bekommt man Antworten auf Fragen und es herrscht ein lockerer Umgangston. Gibt es Probleme, findet man eine Lösung.

Nach meiner bisherigen Erfahrung ist die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen bei steute nicht perfekt, aber letztlich finden sich immer Lösungen, etwaige Probleme aus der Welt zu schaffen. Auf Fragen gibt es Antworten, für Aufgabenstellungen Lösungen, und wenn man sich auf dem Flur begegnet stets ein freundliches "Hallo".

Das viel umworbene Wort "Familienunternehmen" trifft eindeutig zu, denn auch innerhalb einer Familie läuft nicht immer alles perfekt, aber man geht die Dinge gemeinsam an - so auch bei steute.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Name: Nuria Gonzalez
Funktion: Personalreferentin
Telefon: +49 5731 745-0
E-Mail: bewerbung@steute.com