Willkommen in Irland - Welcome to Ireland - Fálite to Eire

Hallo, mein Name ist Sarah Kassebaum und ich bin im zweiten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau bei steute. Gemeinsam mit 14 anderen Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs in Bünde habe ich an einem dreiwöchigen Auslandsaufenthalt in der irischen Hauptstadt Dublin teilgenommen. Der Auslandsaufenthalt bestand aus einer Kombination aus College-Besuch (1. Woche) und Auslandspraktikum (2. und 3. Woche). Untergebracht waren wir während des gesamten Zeitraums in Gastfamilien, um das irische Leben hautnah kennenzulernen. Durch eine Informationsveranstaltung in der Berufsschule habe ich von der Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes erfahren. Vor der Anreise mussten wir im Rahmen des EU-Programms "Erasmus +" mehrere Tests durchlaufen, um an der Reise teilnehmen zu dürfen.

Die erste Woche des Aufenthalts fand im ADC College in Dublin statt. Dort bekamen wir zunächst eine Einführung, in der wir unter anderem über den genauen Ablauf der Reise und über öffentliche Verkehrsmittel informiert wurden. Zudem bekamen wir Tipps zum Sightseeing in Dublin. Im Englischkurs, der während der gesamten Woche stattfand, lernten wir einiges über die irische Kultur und die irische Sprache kennen. So ist es z. B. in Irland Tradition, dass Namen von Straßen, Städten sowie Bus- und Bahnstationen sowohl in Englisch als auch in Irisch genannt werden. Darüber hinaus konnten wir unseren Wortschatz für das bevorstehende Praktikum erweitern.
In der zweiten und dritten Woche folgte das Praktikum, das ich in einer Anwaltskanzlei in Dublin absolvieren durfte. Meine Aufgaben bestanden darin, Botengänge zur Bank und zur Post zu übernehmen, Texte abzutippen und Word-Dokumente inklusive eines neuen Logos zu erstellen. Meine Mittagspause verbrachte ich meistens im nahegelegenen Park "St. Stephen's Green", der eine schöne Kulisse bietet. Insgesamt verstand ich mich mit den Arbeitskollegen gut, wodurch sprachliche Hindernisse schnell überwunden werden konnten.

Für die Gestaltung unserer Freizeit waren wir selbst verantwortlich. Besonders empfehlenswert ist ein Tagestrip zu den Steilklippen "Cliffs of Moher" an der Südwestküste Irlands, die als einer der gefährlichsten Orte der Welt gelten. Als wir diesen Ausflug gemacht haben war es sehr sonnig, sodass wir von dort aus einen wunderschönen Ausblick über die Landschaft und das Meer genießen konnten. Zudem habe ich das "EPIC - Irish Emigration Museum" besucht, in dem ich interessante Einblicke in die Geschichte und in die Hintergründe der Auswanderung Irlands bekommen habe. Die Gegend rund um die "Temple Bar" ist ein beliebter Ort bei Touristen, weil dort Menschen verschiedenster Länder und Kulturen zusammenkommen. In einem der Pubs habe ich das typische, traditionelle "Guinness-Bier" aus der in Dublin gegründeten Brauerei probiert, welches mir überraschend gut geschmeckt hat. Darüber hinaus haben wir das "Trinity College" besucht, wo wir vor allem von der bekannten Bibliothek beeindruckt waren (diese soll der Bibliothek in "Harry Potter" sehr ähnlich sehen). In den Orten Bray und Howth, an der Küste Irlands, haben wir insbesondere die Natur und die Landschaft bewundert. Außerdem haben wir in Bray den Berg "Bray Head" bestiegen. Dieser trägt ein Gipfelkreuz und bietet einen fantastischen Blick über einen Teil der Küste Irlands. Natürlich haben wir alle Orte, an denen wir waren, auch für tolle Erinnerungsfotos genutzt.

Zusammen mit einer anderen Erasmus-Praktikantin habe ich in einer Gastfamilie gewohnt. Ein typisch irisches Gericht ist "Irish stew". Dabei handelt es sich um einen Eintopf, der hauptsächlich aus Kartoffeln, Hammel- oder Lammfleisch und verschiedenen Arten von Gemüse besteht. Die Begrüßung zu Beginn des Aufenthalts, der Umgang miteinander und der Abschied waren sehr herzlich.
Im Allgemeinen kann ich über die Leute in Irland sagen, dass sie sehr offen, tolerant und hilfsbereit im Umgang mit anderen sind. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dazuzugehören und willkommen zu sein.
Insgesamt hat mir der Auslandsaufenthalt in Dublin sehr viel Spaß gemacht und ich kann es jedem nur empfehlen, der die Chance dazu bekommt, auch eine solche Erfahrung zu machen.